
Nordwesten
Alle Fotos stammen von meiner Fahrradtour 1997 mit Kai und Nadine und
1998 mit Kai
Die Fotos wurden gescannt von und bei Kai. Danke, Kai :)
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INHALT
Donegal ist das nordwestliche County Irlands, das nur durch eine schmale Straße mit
dem Rest der Republik v
erbunden ist. Der Hauptgrund, warum es nicht zu Nordirland gehört (Die alte
Provinz Ulster, wie Nordirland auch genannt wird, würde Donegal nämlich mit umfassen)
ist, dass die Engländer an so einem armen Stück Irlands, gespickt mit Katholiken wenig
Interesse hatten. So wurde im Unabhängigkeitsvertrag von 1921 Donegal der Republik
zugeschlagen.
Zwar hat sich die Situation inzwischen natürlich geändert, aber Donegal gehört mit
Connemara immer noch zum am wenigsten entwickelten Teil Irlands.
Typisch für den Nordwesten sind die rauen, frischen Winde, die saftiggrünen Wiesen und
die vielen Hügel. Hier fällt der meiste Regen Irlands und hier
ist es am kältesten, aber dafür sind die Herzen der Menschen auch um so wärmer. Donegal
lebt vom Fischfang, der Schafzucht (Tut das nicht ganz Irland???) und vom Tourismus.
Zu den oben genannten Gründen Donegal zu besuchen kommt hinzu, das es das größte Gebiet
der Gaeltacht ist, Regionen Irlands in denen die alte keltische Sprache Gälisch noch im
Tagesgebrauch gesprochen wird.
Noch mal zu den Schafen, tatsächlich leben in Irland etwa 4,5 Mio. Schafe, also in etwa
so viele wie die 5 Mio. Menschen. Na ja, das Gefühl hab ich in Deutschland bei der Arbeit
manchmal auch.
In Donegal findet man eine ganze Menge an alten Überbleibseln aus der Zeit der Kelten und der
Hochkönige.
Dies ist übrigens in ganz Irland der Fall, aber irgendwie musste ich die Bilder doch
linken.
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Mamore Gap, ein Pass über den höchsten Hügel von Inishowen, der nördlichen Halbinsel Donegals. Mit dem Fahrrad war's schon sehr anstrengend, dafür lohnte sich der Ausblick oben drauf.

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Dermot and Grania´s Bed, ein sogenannter Portaldolmen, eine alte Kultstätte (ca. 3.500 v.Chr.). Mit den drei Steinen oben darauf hat sich jemand einen Spaß erlaubt, allerdings wird sie kein Ire der bei Sinnen ist herunternehmen. Es geht nämlich die Sage, dass ein aufgerichteter, aufgebauter Stein nicht abgebaut werden darf. wer es doch tut wird laut Sage den Jahrestag seiner Tat nicht mehr erleben (Als wir im nächsten Jahr wiederkamen waren sie übrigens weg).

Dermot and Grania (auch Diarmait and Gráinne) : Grania war dem Anführer der Armee der Fenier , Fionn MacCumhail, versprochen. Sie verliebte sich jedoch in einen seiner Soldaten, Dermot, und floh mit ihm in der Hochzeitsnacht. Fionn verfolgte sie durch ganz Irland , und so erzählt die Legende, dass ein paar gute Geister für Dermot und Grania pro Tag im Jahr ein Bett als Unterschlupf bauten, dies ist also nur eins von 365 verteilt über ganz Irland.
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Grianán of Ailigh. Ein steinzeitliches Ringfort
(1.700 v.Chr.). Der Sage nach erbaut durch Dagda, einem alten König der Tuatha De Danann,
dem Volk das auf der Insel lebte, bevor die Kelten kamen. Danach Sitz der Familie
O´Neill, Lords of Ulster und Hochkönig von Irland um 500 n. Chr. Die ersten
nachweislichen Spuren als Versammlungsort reichen an dieser Stelle sogar bis 5.000 v. Chr.
zurück.
Auf einem Hügel gelegen hatte der König von hier aus Sicht über ganz Ulster, bei gutem
Wetter ;)
Bemerkenswert an diesen Sehenswürdigkeiten ist, dass sie vollkommen offen und frei
zugänglich sind. Bei den wenigsten muss man Eintritt zahlen, und doch sind sie alle sehr
gut gepflegt und das landesweite Heritage Department nimmt zahlreiche Restaurationen und
Ausgrabungen vor.

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Wir befinden uns nun am vorhin beschriebenen Zipfel (Isthmus), der das County Donegal
mit dem Rest der Republik verbindet (östlich davon liegt Northern Ireland), in Drumcliff,
wenige Kilometer vor Sligo.
Standort ist das Grab eines berühmten irischen Dichters, nämlich William Butler Yeats.
Der Friedhof ist schon so alt, dass dort ein altes Hochkreuz
und ein kaputter Rundturm stehen. Das Grab war jedoch nicht so interessant, wie das
Hügelmassiv dahinter, der Benbulbin.
Aufgrund seiner teilweise ungewöhnlichen Form - ein Teil präsentiert sich aus einem
bestimmten Blickwinkel wie eine Haifischflosse
- ist das gesamte Massiv als Sehenswürdigkeit ausgeschrieben, und wird dieser Anforderung
auch vollkommen gerecht.
Eine Fahrradtour entlang des Massivs auf einer guten Straße (wie eigentlich alle Straßen
in Irland, es gibt nämlich meist nur eine von A nach B) dauert etwa einen Tag und bietet
außer der ständig wechselnden herrlichen Aussicht auf den Benbulbin auch die nicht
minder schöne Aussicht nach Westen auf den Atlantik.
Ist das Wetter besonders gut und klar, kann man sogar die vorgelagerten Slieve Leagues,
die höchsten Klippen Irlands, erkennen.
Außerdem ist die Tour gespickt mit Sehenswürdigkeiten aller Art, uralte
Steinzeitgräber, Thingplätzen alter Kelten, Hochkreuzen usw.
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Das Hochkreuz mit Adam & Eva Motiven (sagen die Forscher, nicht ich) in der Nähe von W.B. Yeats Grab.

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Dieses Foto entstand schon 1990, es sah aber in den Jahren danach genauso aus. ;)
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Und noch mal Benbulbin, weil's schee is.

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